Vielleicht bist du genau wie wir: Abenteuerlustig und gewillt die Welt zu bereisen. Am besten zu Fuß und mit dem Rucksack auf den Schultern. Dabei gilt es die richtige Ausrüstung für Mehrtageswanderungen mitzunehmen, auf die du dich verlassen kannst.

Vieles kannst du auf eine Trekkingtour mitnehmen. Vieles kannst du aber auch getrost zu Hause lassen. Diese wichtige Ausrüstung für Mehrtagwanderungen solltest du jedoch immer dabei haben!

Ausrüstung für Mehrtageswanderungen Überblick

1. GUTER RUCKSACK

Für Tageswanderungen benötigst du meistens nur einen kleinen Rucksack. Wenn du jedoch auf eine mehrtägige Trekkingtour gehst, stellen sich verschiedene Anforderungen an deinen Rucksack. Egal welcher Rucksack, wie schwer oder wie leicht er ist, er muss ab dem ersten Moment angenehm zu tragen sein. Entscheide dich immer für den bequemeren Rucksack, auch wenn der Preis etwas teurer ist. Die Größe des Rucksacks richtet sich nach deiner Ausrüstung und die Länge der Tour. Er sollte genügend Platz für deine komplette Ausrüstung bieten, sodass er von einem Regenschutz komplett abgedeckt werden kann.

Wir besitzen beide einen Kajka Rucksack von Fjällräven*. Dieser besitzt ein sehr hohes Eigengewicht, lässt sich aber äußerst bequem tragen und bietet genügend Platz auch für lange Touren mit viel Gepäck. Zudem ist das Material sehr robust und langlebig.

2. SCHLAFZIMMER - SCHUTZ VOR WIND UND WETTER

Als Schutz vor dem Wetter und als nächtliche Unterkunft gibt es verschiedene Möglichkeiten für dich. Je nachdem wie komfortabel du deine Nächte verbringen möchtest und wie viel Schutz du für dich benötigst hast du drei Optionen zur Auswahl: das klassische Zelt oder ein Tarp

Das Zelt

Ein klassisches Zelt bietet dir einen Rundumschutz vor Wind, Regen und Insekten. Es schafft zudem einen privaten Raum, der nicht von anderen eingesehen werden kann und ermöglicht so Privatsphäre auf dem Trail. Ein solcher Schutz schlägt sich leider im Gewicht wieder: Ein gutes Trekkingzelt für drei Jahreszeiten wiegt ca. 2 kg. Es gibt auch leichtere, die jedoch am Material, den Maßen oder der Langlebigkeit Abstriche machen. Wir verwenden das Naturehike Star-River* mit einem Gewicht von 2,1 kg und genügend Platz für zwei Personen mit einer Körpergröße von 1,88m.

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Das Tarp

Wer es leichter, aber auch luftiger haben möchte, dem sei ein Tarp als Wetterschutz empfohlen. Die meisten Tarps liegen in einer Gewichtsspanne von 200-800g, je nach Größe und Zahl der Abspannpunkte. Diese sehr flexibel einsetzbare Plane bietet bei richtigem Aufbau verlässlichen Schutz vor Wind und Regen. Lediglich Insekten hält es aufgrund des nicht integrierten Mückennetzes fern. Auch empfehlen wir dir eine zusätzliche Bodenplane, um nicht auf dem evtl. nassen Boden zu liegen und die Isomatte zu schützen. Wir besitzen das 3mx3m große DD-Tarp* und haben mit diesem schon so manchen Regensturm erlebt.

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3. ISOMATTE - DEIN FEDERBETT

Eine Isomatte ist für eine gute Nachtruhe unabdingbar. Sie überdeckt nicht nur Unebenheiten des Bodens, sondern verhindert einen zu großen Wärmeverlust an den Boden. Diese Isolation ist nicht zu unterschätzen!

 

Achte beim Kauf deiner Isomatte besonders auf den Isolationswert (R-Wert). Dieser liegt zwischen 1 (+7°C) und 6,5 ( > -22°C) und gibt den Einsatzbereich der Isomatte an.

 

Liegt der Einsatzbereich im Zelt, kannst du ohne bedenken eine aufblasbare Isomatte mitnehmen, schläfst du hingegen ohne zusätzliche Bodenplane auf dem Waldboden, ist eine strapazierfähige Schaumstoffmatte die bessere Option. Diese lassen sich wiederum nicht komprimieren und müssen meist außen am Rucksack befestigt werden.

 

Wir verwenden die Schaumstoffmatte Therma-Rest Z-Lite* seit drei Jahren und mussten diese bisher noch nicht austauschen. Sie isoliert bis zum Gefrierpunkt. Fällt die Temperatur unter 0°C nehmen wir unsere aufblasbaren Therma-Rest Neoair X-Lite* mit. Diese besitzt einen R-Wert von 4,2 und schafft damit Temperaturen bis -14°C, bei einem Gewicht von 400g.

4. SCHLAFSACK - DECKE IN DER NACHT

Am Tag können die Temperaturen warm und angenehm sein, doch Nachts fallen die Temperaturen meist stark. Zu einer guten Isomatte mit entsprechendem R-Wert gehört daher auch ein entsprechender Schlafsack. Achte hierbei auf ein gutes Verhältnis von Wärmeleistung zu Gewicht. Für uns haben sich Daunenschlafsäcke bewehrt, die trotz ihres geringen Gewichts und dem kleinen Packmaß eine sehr gute Wärmeleistung haben. Bei richtiger Lagerung und Benutzung halten diese ebenso lange, wie Kunstfaserschlafsäcke. Nachteil ist jedoch die verminderte Wärmeleistung bei Nässe.

 

Informiere dich genau über Witterungen und Temperaturen vor deiner Wanderung und nutze einen entsprechenden Schlafsack.

5. LEICHTER TOPF - WARME MAHLZEIT

Wer auf die warmen Mahlzeiten oder den Kaffee am Morgen nicht verzichten möchte, der sollte einen kleinen Topf mitnehmen. Achte bei der Anschaffung, dass der Topf zusammenklappbare Griffe besitzt, sodass du bequem aus dem Topf essen kannst. Verwende dabei einen Löffel mit Silikonrand*, damit dein Topf nicht unnötig verkratzt. Wir haben Töpfe aus Titan*, die jeweils unter 200g wiegen und so im Rucksack kaum spürbar sind. Zudem hat Titan eine gute Wärmeleitung, was den Brennstoffverbrauch reduziert.

6. WASSERFILTER - IMMER GENUG TRINKWASSER

Gerade bei mehrtägigen Touren ist es nicht möglich den kompletten Wasservorrat für die gesamte Strecke mitzuführen. Damit du unterwegs nicht dehydrierst muss du dich um deine Wasserversorgung kümmern. Mit einem eigenen Wasseraufbereiter, wie dem Sawyer Mini Filter*, kannst du aus Bächen und Flüssen Trinkwasser filtern und so deine Wasserversorgung sicherstellen.

 

Achte dabei auf die Anwendungsbereiche des Wasserfilters.

Wasserfilter Marke Sawyer in aktion am Forststeig

7. ERSTE HILFE - SICHER IST SICHER

Wir hoffen, dass du Erste Hilfe Pack Ausrüstung für Merhtageswanderungendiesen Gegenstand nicht brauchen wirst, aber ohne bist du aufgeschmissen. Das kleine Erste Hilfe Pack für deinen Rucksack kannst du selbst ergänzen mit Desinfektionssprays, Nadeln, Pinzetten und eigenen Pflastern. Achte besonders darauf eine Rettungsfolie für den Notfall dabei zu haben. Auf dem Forststeig waren wir sehr dankbar diese zu haben.

8. TREKKINGHANDTUCH - SCHNELL TROCKNEND

Ein kompaktes und schnell trocknendes Handtuch ist ein muss für jede Trekkingausrüstung. Egal ob nach einem heftigen Regenschauer oder einer Erfrischung im Bach, unser Handtuch von Vaude* ist immer einsatzbereit. Wie auch andere Handtücher ist es sehr leicht und trocknet auch über Nacht gut. Durch einen kleinen Packbeutel lässt es sich außerdem extrem platzsparend im Rucksack verpacken.

9. STIRNLAMPE - FÜR NACHTAKTIVE

Wenn für eine spektakuläre Etappe bereits vor Sonnenaufgang das Lager geräumt werden muss oder man am Abend noch ein bisschen weiter laufen möchte, ist eine Stirnlampe unverzichtbar. Lange Leuchtdauer, verschiedene Leuchtstufen und ein leichtes Ladesystem sollte eine gute Trekking-Stirnlampe haben. Wenn sie dazu noch leicht und angenehm zu tragen ist, hast du deine Lampe für unterwegs gefunden. Wir setzen dabei auf die Lampen von Ledlenser. Aktuell haben wir das Modell Ledlenser MH8*

Interessant für dich: Getestet: Ledlenser MH8

10. MÜTZE / HUT - IMMER DABEI

Egal ob im Winter oder im Sommer: Eine Kopfbedeckung gehört zur Grundausrüstung dazu. In der kalten Jahreszeit schützt sie vor übermäßigem Wärmeverlust und kann auch Nachts getragen werden. In der Mittagshitze der Sommermonate verhindert sie einen Sonnenstich und spart so wertvolle Kraft. Wir haben immer einen Hut dabei und nutzen für die kalten Tage einen multifunktionalen Buff*, der Schal oder Mütze sein kann.

Wanderrucksack

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